Suchen

+++ Donnerstag, 24.05.2018 - 17:08 - Alter: 209 Days

Besuch der Seminare über Meere und Ozeane


Am 20.10.2017 und am 09.03.2018 durfte ich jeweils für ein Wochenende an einem Seminar  mit dem Thema Meere und Ozeane zusammen mit 49 anderen Schülern, beziehungsweise Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren teilnehmen, die aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich kamen. Am 20.10.2017 fand das erste Seminar in Hamburg statt, wo wir zusammen mit den Betreuern in einem Hostel übernachtet haben, das zweite Seminar fand am 09.03.2018 in Southampton statt.

Die Seminare hatten im Großen und Ganzen den gleichen Ablauf und die gleichen Themen, waren aber sehr unterschiedlich strukturiert und die Workshops, an denen wir teilnehmen konnten, waren andere. Ziel des Seminars war es hauptsächlich, Jugendliche aus Deutschland, England, Irland und Schottland zusammenzubringen und diese zu einem  interkulturellen Austausch zu bewegen. Anlässlich des Wissenschaftsjahres 2016*17 war das Thema dieses Seminars Meere und Ozeane und insbesondere deren Verschmutzung und welche Auswirkungen dies auf die Menschen hat. Dementsprechend haben wir uns in Hamburg und in Southampton 3 Workshops gewidmet zu den Themen: ,,Ocean litter’’, ,,Rising sea levels’’ und ,,Biodiversity’’. Während diesen Workshops durften wir Vorträge von Experten auf den jeweiligen Gebieten anhören und auch einige Experimente zu den Themen durchführen. Während des Seminars bekamen wir immer wieder unterschiedliche Aufgaben gestellt, die wir in Englisch-Deutsch gemischten Gruppen erledigen mussten. So haben wir beim ersten Seminar in Hamburg selbst Plastik hergestellt, so dass wir sehen konnten, mit wie wenig Aufwand das machbar ist, aber wieviel Aufwand es hingegen benötigt, Plastik, insbesondere Mikroplastik, wieder aus dem Meer zu filtern. In Southampton sollten wir uns dann im Bezug auf dasselbe Thema die Frage stellen, ob es möglich ist, ein Verfahren zu entwickeln, womit man Mikroplastik aus dem Wasser filtern kann, ohne dabei das für die Umwelt extrem wichtige Plankton abzutöten. Wir kamen letztendlich zu dem Ergebnis, dass es aktuell noch kein derartiges Verfahren gibt, um diese Aufgabenstellung effektiv zu lösen, was ein sehr großes Problem darstellt. Des Weiteren haben wir uns während des Seminars auch verschiedenen Ideen, beziehungsweise Plänen zu alternativen Energiequellen auf oder mit dem Meer gewidmet. So mussten wir zum Beispiel die Vor- und Nachteile einer 10 Quadratkilometer großen Insel aus Solarpanels, die auf dem Meer schwimmt, herausarbeiten. Während des ersten Seminars in Hamburg, durften wir auch an einer geführten Wattwanderung und einer Besichtigung der Seehundstation Friedrichskoog teilnehmen. Beim Seminar in Southampton bekamen wir am zweiten und dritten Tag exklusiven Einlass und sogar eine Führung durch die Universität Southampton, wo wir einen Bereich der Forschung und ein Forschungsschiff der Universität besuchen durften. Während der gesamten Führung bekamen wir alles ausführlich von Studenten der Universität und einem Professor erklärt. Am ersten und am zweiten Abend in Southampton besuchten wir auch ein Restaurant, um uns alle besser kennenzulernen.

Die Hauptsprache des gesamten Seminars in Hamburg und in Southampton war Englisch, weshalb die deutschen Teilnehmer auch in dieser Hinsicht viel lernen konnten. Teilnehmen konnte man an diesen Seminaren, indem man sein Interesse am Thema Meer und an der Interaktion mit anderen Jugendlichen insbesondere mit denen aus England in einem Bewerbungsschreiben deutlich gemacht hat. Aber nicht alle Teilnehmer des ersten Seminars haben auch am zweiten teilgenommen, es wurden nur 8 Teilnehmer des ersten Seminars als Repräsentanten zum zweiten Seminar eingeladen, alle anderen Teilnehmer waren jeweils nur einmal dabei. Vor und nach dem Seminar musste man auch noch Aufgaben erledigen. So musste man sich vor dem Seminar über die Themenbereiche der Workshops informieren, so dass man während des Seminars auch aufmerksam mitarbeiten konnte. Auch sollte man die dort gesammelten Informationen nach dem Seminar an seinen Freundeskreis, an seine Schule und Familie weitergeben.

Als Fazit aus den zwei Seminaren lässt sich sagen, dass ich viele neue Bekanntschaften gemacht habe, mit denen ich immer noch in Kontakt bin. Außerdem durfte ich auch sehr viel Neues lernen und Erfahrungen machen, was ich mit meinem Bekanntenkreis, meiner Familie und meiner Schule teilen konnte, insbesondere in Bezug auf den Umweltschutz.

Moritz Kolmen, Klassenstufe 11