Mint EC – Das Hauptstadtforum: Gymnasium am Steinwald
+++ Samstag, 21.04.2018 - 11:20 - Alter: 118 Days

Mint EC – Das Hauptstadtforum

Zum Forschen nach Berlin: Teilnahme am größten Netzwerktreffen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC


Die Schüler Lea Wagner und Maximilian Prowald und ihre Lehrerin Frau Wolf vom Gymnasium am Steinwald nahmen am 22. und 23. Februar 2018 an der MINT400 – Das Hauptstadtforum von MINT-EC am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin teil

Neunkirchen, den 1.3.2018. Zwei spannende Tage rund um MINT erlebten die Schüler Lea Wagner und Maximilian Prowald und ihre Lehrerin Frau Wolf auf der diesjährigen MINT400 – Das Hauptstadtforum von MINT-EC in Berlin. Gemeinsam mit insgesamt 50 Lehrkräften und 350 Schülerinnen und Schülern von MINT-EC-Schulen aus ganz Deutschland, nutzte Name die zahlreiche Formate wie ein Bildungsmarkt, wissenschaftliche Fachvorträge zu hochaktuellen Themen sowie Tagesworkshops bei über 30 wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen in und um Berlin, zum Netzwerken, Lernen und eigenem Forschen.

Am ersten Tag der MINT400 informierten sich die 400 Teilnehmenden bei den rund 30 Ausstellern aus Wirtschaft und Wissenschaft auf dem Bildungsmarkt über Studien- und Berufsoptionen, Fortbildungsmöglichkeiten und außerschulische Bildungsangebote. Im Vorfeld konnte aus fünf Fachvorträgen einer ausgewählt werden. Alle drei Teilnehmer hörten den Vortrag CRISPR/CAS 9 Technologie – ein Meilenstein in der Gen-Forschung und Gen-Therapie.

Prof. Dr. Jana Wolf von der Forschungsgruppe Immune Regulation and Cancer am MDC spricht in einer Keynote Speech über Mathematik in der Krebsforschung.

Der zweite MINT400-Tag begann für Name mit einem Workshop zu verschiedenen Themen. Die Schüler entschieden sich für den Workshop: Bau eines funktionierenden LCD, TU Berlin und den Workshop: „Big Data“. Big Data bezeichnet das Sammeln und Auswerten von ungeheuer großen und komplexen Datenmengen, die Firmen neue Profitquellen eröffnen. Frau Wolf besuchte den Workshop. Wie viel Klimawandel steckt in meinem Essen? – Ernährung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit, der sich damit befasste, welch Lebensmittel in der Gewinnung, Verarbeitung und im Transport den schädlichsten Einfluss auf unsere Umwelt haben. 

Ihren Abschluss fand die MINT400 in der von Shary Reeves moderierten Abendveranstaltung. Nach der Keynote Speech von Miriam Neubauer, Managing Director bei Catena Capital, Investorin und Accelerator von Blockchain und Crypto-Firmen, „Wie Blockchain und Cryptocurrencies deine Welt verändern werden“, wurden die erfolgreichsten Schüler im Internationalen Chemiewettbewerb des Royal Australian Chemical Institute ausgezeichnet. Die MINT-EC-Schülerinnen und -Schüler vertreten Deutschland exklusiv in dem Wettbewerb. Abschließend wurden die besten drei Beiträge im englischsprachigen Videowettbewerb MINT-EC SchoolSlam mit British Council geehrt. 

MINT-EC – Das nationale Excellence-Schulnetzwerk

MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen. MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Das Netzwerk mit derzeit 295 zertifizierten Schulen mit rund 315.000 Schülerinnen und Schülern sowie 25.000 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative think ING. sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände vbm bayme und vbw.

Schülerimpressionen

Mint EC – Das Hauptstadtforum

Nachdem wir angereist und im A&O Hostel eingecheckt waren, begann unser Aufenthalt in Berlin damit, uns die Sehenswürdigkeiten anzusehen und zum Max-Delbrück-Centrum Für Molekulare Medizin (kurz MDC), dem Hauptveranstaltungsort, zu fahren.

Dort angekommen konnten wir zum einen die von den Veranstaltern gestellte Verpflegung kosten, zum anderen den „Bildungsmarkt“, auf dem viele Universitäten, aber auch einzelne Fachbereiche ihre Studienangebote und Programme für Oberstufenschüler ausstellen konnten, nutzen.

Im Anschluss daran fand die offizielle Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden des Mint-EC Wolfgang Gollub und die Pressesprecherin des MDC statt, worauf ein sehr interessanter Vortrag über Mathematik in der Krebsforschung und ein Interview mit den Vertretern des Mint Alumni Programms folgte.

Danach hatten wir die Möglichkeit uns vorab mit den Workshop Anbietern zu treffen und die wichtigsten Fragen wie „Wie komme ich am einfachsten zum Veranstaltungsort?“, „Muss ich meinen Laptop oder ähnliches mitbringen?“ usw. zu klären und Fahrgemeinschaften mit den Workshop Teilnehmern zu bilden, bevor wir unsere Fachvorträge besuchten. Der Vortrag, den unsere Schule einheitlich besuchte, beschäftigte sich mit der CRISPR/CAS9 Technologie, die vor allem in der Gen-Forschung Anwendung findet, griff aber auch die ethischen und moralischen Bedenken an diesem Verfahren auf. Da der Referent auf alle Fragen vorbereitet war und alles anschaulich erklärte, war der Fachvortrag auch für Laien gut verständlich und spannend, leider aber nur auf eine Stunde angesetzt, was viele Interessierte ein wenig enttäuschte, da so nicht alle Fragen in der Gruppe beantwortet werden konnten.

Den Abend brachte unsere Gruppe mit einem gemeinsamen Essen in der Stadt zu ende, bevor wir zurück ins Hostel fuhren.

Am Freitag fanden die Workshops statt, zu denen wir uns nach dem Frühstück auf eigene Faust aufmachten. Da die Strecke bis zu den meisten Workshops nicht sehr weit war, lief alles ohne Probleme ab.

Workshop: Bau eines funktionierenden LCD, TU Berlin

Der Workshop startete mit einem kurzen Referat von Dr. Oestreicher, einem der Veranstalter, bei dem er uns auf eine sehr anschauliche und einfache Weise erklärte, wie ein LC Display funktioniert, was die Voraussetzungen fürs gelingen unseres Vorhabens ein eigenes Display zu bauen sind und was unbedingt beachtet werden muss. Damit auch wirklich alles klappt, zeigte er uns ein kurzes Video, bei dem der Ablauf in allen Teilschritten zu sehen war und teilte eine Bauanleitung aus.

Nach einer Sicherheitheitseinweisung im Labor, konnte das Bauen dann auch schon beginnen! Dabei standen uns Professor Oestreicher und einige seiner Assistenten immer helfend zur Seite, weshalb auch schwerere Schritte, wie z.B.: das ätzen der Elektrodenstruktur mit Salzsäure gut gelangen und wir bis zum Mittagessen schon mehr als die Hälfte geschafft hatten. Nach dem Essen in der Kantine der Technischen Universität ging es dann gestärkt und mit neuer Motivation weiter. Die letzten Handgriffe waren bis 15.00 Uhr getan und fast alle Displays funktionierten, zu Freude unserer Freude, tatsächlich. Nach einem letzten Gruppenfoto und Feedback trennten sich unsere Wege wieder und wir machten uns auf den Weg, die Abschlussveranstaltung im MDC zu besuchen.

Lea Johanna Wagner

Unsere Reise nach Berlin

Dickes B, oben an der Spree. Und ich war dort! Denn das MINT400 Hauptstadtforum des MINT-EC lud uns in unsere schöne Hauptstadt ein, um neue Bekanntschaften zu machen und neues Wissen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) zu erwerben.  Früh morgens am Donnerstag, den 22. Februar, ging es endlich los; mit dem Flugzeug von Saarbrücken nach Berlin. Der Flug verging wie im Flug...

In Tegel angekommen, stiegen wir in einen Bus, um zum Hostel zu fahren. Angenehmer Nebeneffekt: wir bekamen eine Sightseeingtour der bekanntesten Wahrzeichen unserer Hauptstadt. Wir fuhren am Reichstagsgebäude und an der Humboldt Universität vorbei; auch das Brandenburger Tor konnten wir aus nächster Nähe bewundern. An dieser Stelle sollte ich erwähnen, dass dies mein erstes Mal in Berlin war. Dementsprechend begeistert und aufgeregt war ich, als ich Berlin erlebte. Nun kann ich bestätigen, dass in Berlin alles so ist, wie man es sich vorstellt, wenn man noch nie dort gewesen ist. Dank strategischem Vorplanen konnten wir es so einrichten, dass wir am Alexanderplatz in die S-Bahn umstiegen. Daher konnte ich auch an diese Sehenswürdigkeit und auch an den Berliner Fernsehturm einen Haken setzen. Besonders erstaunt hat mich, dass die große Weltzeituhr am „Alex“, wie ich nun als waschechter Berliner sagen darf, falsch lief. Die angegebene Zeit für Berlin hing um zwei Stunden zurück. Ein Skandal!

Die S-Bahn führte uns ohne weitere Umschweife zum Hostel, das im Bezirk Friedrichshain lag. Schnell und unkompliziert war das Einchecken, sodass wir nur kurz danach wieder auf den Straßen Berlins schlenderten. Da uns noch einige Stunden vor dem Beginn des Hauptstadtforums blieben, entschieden wir uns dem Reichstag und dem Brandenburger Tor einen Besuch abzustatten. Erstaunt haben mich die vielen Gesichter Berlins; hier lebt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft so nah beieinander wie sonst nirgendwo. Das zeigt sich nicht nur in der Architektur, sondern auch in der Art der Menschen zu Leben. Das Gefühl in einer Metropole zu sein verfolgte mich in Berlin jederzeit. Doch als Nächstes rief die Pflicht, also der Grund, weshalb wir eigentlich da sind, das MINT400 Hauptstadtforum! Die S-Bahn bringt uns gewohnt zuverlässig zum Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin, dem Veranstaltungsort des MINT400 Hauptstadtforums. Es ist ein großes wissenschaftliches Institut, das ein wunderbarer Ort für ein solches Treffen war.                      

Workshop: „Big Data“

Mein Workshop befasste sich mit dem Thema „Big Data“; ein Begriff den wir alle schon einmal gehört haben. Die Wenigsten wissen  jedoch was er genau beschreibt. Im Grunde bezeichnet Big Data das Sammeln und Auswerten von ungeheuer großen und komplexen Datenmengen, die Firmen neue Profitquellen eröffnen. Sie können aber auch genutzt werden um soziale oder gesellschaftliche Veränderungen nachzuvollziehen. In meinem Workshop ging es also um die Gefahren und Möglichkeiten die uns Big Data bringt. Dabei wurde dieser wie eine digitale Schnitzeljagd gestaltet. Wir bildeten Teams, die mit Tablets ausgestattet wurden. Mit ihnen erfüllten wir Aufgaben, die in der gesamten Technischen Universität Berlin als QR-Codes verteilt waren. Einmal ging es sogar ins Freie. Dabei fand ich besonders spannend, dass wir viele kreative Aufgaben gestellt bekommen haben. So mussten wir zum Beispiel anhand gegebener Google-Suchanfragen personalisierte Werbung designen, so wie es ein Big-Data-Algorithmus machen würde. Oder wir haben uns eine App überlegt, die persönliche Daten ausgewertete, um gesundheitliche Probleme zu erkennen. Die Rally war aber auch gespickt von interessantem Hintergrundwissen, das später in einem Quiz abgefragt wurde. So lernten wir was “Data Mining” oder “Machine Learning” ist. Vor allem fand ich gut, dass dieser Workshop den MINT-Bereich mit gesellschaftlichen Themen verbunden hatte. Es ist wichtig zu diskutieren, ob die Veränderungen, die die Digitalisierung bringt immer nur eine positive Seite habe. Außerdem hat mir der Workshop auch vor Augen geführt, wie kostbar die privaten Daten im Netz sind und, dass wir mehr darauf achten sollten sie zu schützen, denn man weiß nie für welchen Zweck sie gesammelt werden. Die soziale Komponente, die der Workshop hatte, möchte ich hervorheben, denn die Bekanntschaften die ich dort machte bestehen immer noch!

Maximilian Prowald