+++ Montag, 29.04.2019 - 11:53 - Alter: 26 Days

Schülerpraktikum “Prostatakarzinom” in Homburg


Am 26. März 2019 trafen sich Schüler der Bio Grundkurse 12 am Universitätsklinikum Homburg, um im Rahmen des Schülerlabors “KOMM” an einem spannenden Praktikum teilzunehmen. Begleitet wurden wir von Herr Moritz, der uns trotz Erkältung nicht hängen ließ und erschienen ist.

Leiterin des Praktikums ist Dr. Gabriele Amoroso. An diesem Tag sollten wir uns mit Prostatakrebs beschäftigen. Sie erklärte uns, dass dessen genaue Ursache zwar noch ungeklärt ist, ein Zusammenhang zwischen entsprechendem Tumor und der Überexpression des Gens SEC62 aber vermutet wird.
Um dies genauer zu untersuchen wenden Forscher verschiedene biochemische Verfahren an, von denen wir zwei nun selbst anwenden durften. Vorher mussten wir aber den Umgang mit automatischen Pipetten üben, um später mit Flüssigkeiten im Mikroliterbereich arbeiten zu können.

Wir fingen mit PCR an. Diese wird verwendet, um DNA-Abschnitte zu vervielfältigen, damit man besser mit ihnen arbeiten kann. Jede Zweiergruppe bekam zwei Ansätze, einmal mit SEC62, einmal ohne als Negativkontrolle, zu denen wir nur noch das notwendige Enzym geben mussten. Nach kurzem Zentrifugieren kamen alle Ansätze für zwei Stunden in das PCR-Gerät.

In dieser Zeit begannen wir mit dem Plasmidverdau. Jede Gruppe erhielt zwei Plasmide, erneut eins mit SEC62 und eins ohne. In der Forschung werden Plasmide mit SEC62 eingesetzt, damit Bakterien das entsprechende Protein herstellen. Um SEC62 aus diesem wieder rauszubekommen, gaben wir Restriktionsenzyme dazu, die das Gen gezielt rausschneiden.

Im letzten Teil des Praktikums ging es darum, unsere Ergebnisse aus den vier Ansätzen durch Gelelektrophorese sichtbar zu machen. Wir bereiteten die Gele vor, gaben unsere Proben hinzu und behandelten die Platten mit Strom. Mit UV-Licht analysierten wir unsere Proben, die tatsächlich bei allen Gruppen das richtige Ergebnis lieferten.

Alles in Einem war es sehr interessant und lehrreich, da wir Methoden, die wir im Unterricht nur theoretisch besprechen, in kleinen Gruppen praktisch anwenden konnten. Man musste sehr genau arbeiten, da schon bei einem kleinen Fehler das falsche Ergebnis rausgekommen wäre und die ganzen Flüssigkeiten und Werkzeuge, die wir anvertraut bekamen sehr teuer sind. Außerdem war es eine schöne Erfahrung für einen Tag in einem Labor arbeiten zu dürfen. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an Angelina Hofmann, die unsere Stufe anmeldete, an Herr Moritz und an Dr. Amoroso, die uns dies ermöglicht hat.

Amalia Schechtel