Besuch im Gentechniklabor

Bericht von Frau Dr. Munnia

  • Wie funktioniert ein Vaterschaftstest?
  • Auf welche Weise werden gentechnisch veränderte Pflanzen hergestellt?
  • Was sind Antibiotika resistente Keime?
  • Wie kann ich einen Täter aufgrund der DNA-Spuren, die er am Tatort hinterlassen hat, mittels seines genetischen Fingerabdrucks identifizieren?

Dies alles sind Fragen, die die Schüler im Biologiekurs 12 zu beantworten lernen. Dazu ist einiges Wissen erforderlich. Damit es aber nicht bei der trockenen Theorie blieb, hat sich der Biologiekurs von Frau Dr. Munnia am 14.02.12012 zum KoMM (Kompetenzzentrum Molekulare Medizin) der Universitätskliniken aufgemacht.

Hier haben die Schüler das Neuste aus erster Hand zu dem Forschungsbereich "Prostatakarzinom" erfahren. Vor Ort haben die Schüler gelernt, auf welche Details beim Arbeiten im Gentechnischen Labor zu achten ist. So sind z.B. Handschuhe zu tragen. Dies dient jedoch nicht in erster Linie dem Selbstschutz vor gefährlichen Chemikalien, sondern die Schüler möchten damit ihre DNA-Proben vor DNA-Kontaminationen (DNA-Verunreinigungen) schützen. Denn eine Hauptquelle für Kontaminationen mit unerwünschter DNA ist der Experimentator selbst. Unsere Hautschuppen, Haare und Mikroorganismen, die unsere Haut besiedeln, sind Quellen für unerwünschte DNA-Kontaminationen. Es soll ja schließlich kein DNA-Cocktail entstehen. Also Handschuhe an und loslegen. Nein, nicht ganz. Zuerst mussten die Schüler mal den Umgang mit den sehr kleinen Volumina üben. Schließlich arbeiteten sie mit Volumina, die zwischen 1000 Mikroliter (= 1 ml) bis 1 Mikroliter lagen. Um hier erfolgreich zu sein, verwendeten die jungen Forscher Spezialpipetten, so genannte Kolbenhubpipetten. Aber dann ging es los, wie am Schnürrchen. Erstmal einen Restriktionsverdau ansetzen und dann noch eine PCR (polymerase chain reaction) durchgeführt. Danach wurde ein Gel zur Analyse vorbereitet. Nach der Besichtigung der Laborräume der Biochemie konnten die Ergebnisse ausgewertet werden.