Ausflug ins Schülerlabor Saline

Bericht Konrad Scharff, Juli 2013

Am 26.06. hatte unsere Klasse (9m2) kurzfristig die Gelegenheit, einen Tag im Saline-Labor in Saarbrücken zu verbringen, das Schülern Experimente mit Solarzellen ermöglicht. Nach einer etwa halbstündigen Busfahrt kamen wir an und wurden von 2, dort tätigen Männern in Empfang genommen. Nachdem die beiden Mitarbeiter uns einen knappen verbalen Einblick in das verschafften, was wir an diesem Tag durchführen würden, forderten sie uns auf, sämtliche fotofähigen Geräte abzugeben. Grund hierfür sind die im Gebäude angesiedelten Firmen, die sich auf ihrem Gebiet auf äußerste Geheimhaltung bemühen. Sobald wir also alle unsere Handys abgegeben hatten, wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt.
So ging es für die Jungs zunächst zu einigen individuell durchführbaren Experimenten mit Solarzellen, sowie Solarmotoren, Multimetern und Lichtintesitätsmessern - alles was man für eine solche Versuchsreihe benötig -. Bevor wir jedoch mit dieser beginnen durften, wurden wir zu Sorgfalt und Vorsicht im Umgang mit den uns zur Verfügung gestellten Geräten angehalten. Nachdem wir etwas mehr als eine Stunde die Auswirkungen verschiedener Schaltungen oder Lichteinfälle auf die Solarzelle untersucht und dokumentiert hatten, war es auch schon Zeit, den Arbeitsplatz zu wechseln.
Wir gingen durch den Flur und fanden uns dann in dem Raum wieder, in dem die Mädchengruppe zuvor einen kleinen Propeller mit Solarantrieb zusammengebaut hatte. Dies stand uns jetzt auch bevor und wieder war äußerste Vorsicht, vor allem in Bezug auf die sehr empfindlichen Solarzellen gefragt. Diese klebten wir mittels Selbstklebefolie auf einer vorher angefertigten Plexiglasfläche fest. In einem Loch auf der anderen Seite der Platte fixierten wir dann per Heißklebepistole einen kleinen Motor mit Propeller, den wir mittels Löten mit der Solarzelle verbanden und diese anschließend unter einem Strahler auf ihre Funktionstüchtigkeit testeten.

Nach etwa 40 Minuten war jeder von uns mit der Prozedur fertig, also packten wir die angefertigten Module behutsam ein und machten uns wieder gen Flur auf, wo wir noch einen Einblick in Windkraftanlagen erhielten, in Form eines kurzen Vortrags, eines kleinen Modells und einer praktischen Darstellung eines Generators.
Nachdem wir die andere Gruppe abgeholt hatten, erhielten wir noch Einblick in die Sonnenkollektor-Testungsanlage, zwei eher unscheinbare Räume, mit einigen uns nicht bekannten technischen Geräten und hunderten von Kabeln, die diese verbanden, sowie das Dach, auf dem die Kollektoren stationiert und mit ihren entsprechenden Speichern im Innern des Gebäudes verbunden waren. In diesem Bereich führt das Institut weltweit Tests durch und zertifiziert Sonnenkollektorhersteller nach der Verifizierung der lohnenden Funktion der Systeme.
Kaum war die Besichtigung der Anlage vorbei, ging unser Tag im Saline-Labor schon wieder zu Ende. Wir holten noch unsere Handys und fuhren dann von einem Tag voller Informationen über regenerative Energien und deren Nutzungsmöglichkeiten nach Hause, dankbar, den Tag erlebt haben zu dürfen.