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Bonum Vinum in der Ewigen Stadt Rom (Lateinfahrt 2009)

G-Kurs Latein in der Ewigen Stadt

Da ein G-Kurs in Latein etwas ganz Besonderes ist, was wir an unserer Schule viel zu selten einrichten konnten und können, wollten wir auch etwas ganz Besonderes unternehmen und haben daher eine dreitägige Lehrfahrt nach Rom unternommen. Bei strahlendem Sonnenschein und für Ende November frühlingshaften Temperaturen, während es in Deutschland bei eisiger Kälte regnete, trafen wir in Rom ein. Was wir so alles erlebten, haben Daniel Schneider und Ksenia Seiz zusammengefasst:

Getreu dem Motto „Frühe Morgenstund hat Gold im Mund“ flogen wir, der Lateinkurs 12, am 27. November in aller Herrgotts Frühe etwas verschlafen, aber nichts desto trotz bester Laune mit Frau Hemmer nach Rom. Endlich zahlte sich diese „tote Sprache“ mal wirklich aus. Nachdem wir wieder festen Boden unter unseren Füßen hatten, fuhren wir zunächst mal mit einem Shuttle-Bus in den Kern Roms. Man hätte sich ja gleich denken können, dass der Flughafen nicht vis-à-vis vom Petersdom liegt! Wir registrierten schnell, dass die Straßenverkehrsordnung in Rom weniger eine Vorschrift, sondern eher ein Vorschlag der Regierung an die italienischen „Fahrzeugführer“ ist. Wenn in Rom ein ausreichend großer Parkplatz frei war, kam dies mit Sicherheit als Schlagzeile in den 12-Uhr Nachrichten. Aber ein wahrer Römer schafft sich seinen Parkplatz selbst.Er zwängt sich in jede noch so kleine Lücke hinein, was mit dem Hinterauto passiert interessiert nicht wirklich.

Zwar riskiert er so jede Menge Kratzer und Beulen, sowohl an seinem als auch an dem Auto vor bzw. hinter ihm, aber immerhin steht sein Auto nun auf einem Parkplatz und auf ein Kratzer mehr oder weniger kommt es nun wirklich nicht an. Naja, auf jeden Fall hielt der Bus an der Stationi Termini, wo wir auf Verena, eine Freundin von Frau Hemmer warteten. Wir merkten nämlich ziemlich schnell, dass Rom eine wirklich tolle Stadt ist, vor allem wenn man die Sprache nicht beherrscht, so wie wir. Deshalb engagierte Frau Hemmer Verena, die als unsere Dolmetscherin fungierte. Ohne ihre Hilfe wären wir des Öfteren, gescheitert…! Nun bezogen wir unsere Zimmer. Diese stellten sich als besser heraus als zu erwarten war. Es war alles da, was man brauchte: ein Bett, eine Dusche, ein WC, was will man mehr. Aber die Unterbringung war total egal, wir waren eh nur zum Schlafen dort. Natürlich mussten wir auch dem Namen „Lehrfahrt“ gerecht werden, weshalb jeder von uns über eine Sehenswürdigkeit von Rom referieren sollten, manche mit mehr, anderer mit eher weniger Engagement…   Wir schauten uns während unseres Aufenthalts sämtliche Sehenswürdigkeiten Roms an, unter andrem das Kollosseum, die Spanische Treppe (äußerst exklusive und teure Gegend), das Pantheon, das Forum Romanum, die „Schreibmaschine“, die Vatikanischen Museen, den Petersdom und den Trevibrunnen. Diese ganzen Sehenswürdigkeiten waren  wirklich äußerst interessant, vor allem wenn man bedenkt, dass diese vor mehreren Jahrhunderten erbaut worden sind, wo es noch keine Bagger etc. gab, sondern alles auf reiner Muskelkraft beigeschleppt, aufeinandergestapelt… werden musste. Beeindruckend! Während dieser Zeit waren wir von gutem Wetter verwöhnt, aus dem kalten Saarland hinein in die „Hitze“ so zu sagen. Es hatte schon etwas groteskes, als wir am 1. Adventssonntag am Trevibrunnen nahe der Spanischen Treppe im T-Shirt und mit Eis in der Hand standen und uns ein Nikolaus, den jeder von uns mit Kälte, Schnee,… in Verbindung bringt, entgegenkam. Es gibt halt auch Weihnachten abseits von Kälte und Frostbeulen. In der Dolce Vita-Stadt konnte man wunderbar flanieren, die Seele baumeln lassen und sich seines Lebens freuen. Und auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Pizza, Pasta (zum Teil vom Rezeptionsmensch im Hotel zubereitet) waren wahre Gaumenfreuden. Bellissima! Wir hatten auch genügend Freizeit, obwohl unser Zeitplan randvoll war. In dieser Zeit konnte man Roms Dolce Vita in vollen Zügen genießen und jede Menge Spaß haben (ich sage nur Inder…). Aber irgendwann waren die alea iacta est und wir mussten unsere sieben Sachen packen und uns schwere Herzes vom warmen Italien verabschieden und flogen in einem wirklich sehr vollen Flugzeug zurück ins kalte Saarland. Alles in allem war dieser „Kurzurlaub“, ich meine natürlich diese Lehrfahrt, sehr schön und interessant. Wir hatten alle sehr viel Spaß. Also vielen Dank Frau Hemmer, dass sie sich getraut haben, allein mit uns in die Ewige Stadt Rom zu fahren und ich hoffe, dass sie auch im Nachhinein noch sagen, dass es eine gute Idee war. Wir tun dies mit Sicherheit und werden unseren „Wochenendtrip“ niemals vergessen! Außerdem noch viele Dank Verena, ohne dich wären wir aufgeschmissen gewesen!


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