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MEDIATION

„Setz dich neben Manuela“, schlägt der Lehrer vor. Achim entgegnet entrüstet: „Nee, neben diese blöde Tussi bringen mich keine zehn Pferde!“ Die anderen Jungen wiehern vor Lachen, die Mädchen schreien empört durcheinander. Solche Vorfälle sind Schulalltag, nicht nur in besonders konfliktbeladenen Klassen. Was tun? Meistens passiert nichts, der Lehrer beharrt auf seiner Anweisung und damit ist der Fall erledigt. Für die Konfliktlösung ist damit aber noch nichts getan.

Die Mediation geht von einem anderen Konfliktverständnis aus: Konflikte werden als etwas ganz Normales im Zusammenleben betrachtet. Sie sind ein wichtiges Signal, dass etwas nicht stimmt und verändert werden muss, somit bieten sie sogar eine Chance zur Entwicklung und Verbesserung der gegenseitigen Beziehungen. Die entscheidende Frage ist, wie diese Konflikte zur Kenntnis genommen und bearbeitet werden.

Für die am Konflikt Beteiligten ist es in der Regel schwierig, richtig zu reagieren, sie sind zu sehr in ihrer jeweiligen Sichtweise gefangen. Leichter wird es, wenn eine dritte Person – gleichsam von außen – den Beteiligten hilft, eine Lösung für ihre Probleme zu finden. Genau das ist die Aufgabe der Mediation.

Unsere Lehrer- und Schülermediatoren vermitteln also in Streitfällen, helfen den Schülern und evtl. auch Lehrern, in gemeinsamen Gesprächen eigene Lösungen für ihre Konflikte zu finden. Es ist nicht Aufgabe der Mediatoren, ein Urteil zu fällen, Mediatoren sind unparteiisch.

Am Gymnasium am Steinwald gibt es vier ausgebildete Lehrermediatoren und fünfzehn ausgebildete Schülermediatoren, die eingesetzt werden können, um unseren Schülern bei Konfliktfällen im Schulalltag beizustehen. 

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