Eine etwas andere Lesung

Bericht Moritz Denig (9m2) und Konrad Scharff (9m2), November 2012

Am 8.11 besuchte Amon Barth, ein Ex-Kiffer, der es geschafft hat, dem Teufelskreis der Sucht zu entkommen, das Gymnasium am Steinwald. Organisiert wurde dies von der BRIGG in Neunkirchen, die sich in der Suchtberatung von Jugendlichen engagiert und in diesem Sinne auch Projekte zur Suchtprävention an Schulen durchführt und von Frau Hrasky, die dies auf Wunsch ihrer Schüler und Schülerinnen in die Wege geleitet hat. Eine etwas andere Art der Suchtprävention stellte die Lesung von Amon Barth aus seinem Buch "Breit. Mein Leben als Kiffer" dar, die über das Landesinstitut für präventives Handeln finanziert wurde.
Gespannt warteten die Schüler und Schülerinnen der 9m2 und 9ls auf die Vorlesung des 28-jährigen Ex-Canabissüchtigen, Amon Barth. Nachdem er herzlich begrüßt wurde, stellte er sich vor und erzählte den etwa 50 interessierten Zuhörern und Zuhörerinnen eine Kurzzusammenfassung seines bisherigen Lebens. Im Anschluss las er einige, die Jugendlichen ansprechenden und wichtigen Textstellen vor, die gleichzeitig die Stationen seiner Sucht darstellten. Die Schüler und Schülerinnen lauschten gebannt seiner Schilderung des Abdriftens in die Sucht und waren dabei entgegen ihrer Natur leise. Als die Lesung vorbei war, gönnte er sich fünf Minuten Pause, bevor er zum Nachwort kam, das er, gemäß seiner sich stetig verändernden Auffassung zu seinem Buch, ständig überarbeitet vorträgt. Danach stellte er sich den zahlreichen, aber gern gehörten Fragen der Schülerschaft. Diese beantwortete er ausführlich und gelassen. Das Klingeln, das seine Zeit für die anwesende Schülerschaft enden ließ, kam leider zu früh.
Geprägt von durchweg positiven Eindrücken waren die Schüler und Schülerinnen vor allem beeindruckt von Amon Barths Offenheit über seine Suchtphase und seiner Kraft und seinem Durchhaltevermögen, die für den Ausstieg aus der Sucht und dem Widerstehen dieser notwendig waren. Wir sind sicher, dass wir für alle Zuhörer und Zuhörerinnen sprechen, wenn wir Amon Barth für seine eindrucksvolle Lesung vielmals danken und ihm weiterhin viel Glück wünschen.