Fehlende Schulbücher

Fehlende Schulbücher

Aufgrund zahlreicher Nachmeldungen an der Schulbuchausleihe mussten leider viele Exemplare der Schulbücher durch unsere Schulbuchkoordinatorin, Frau Herges nachbestellt werden. Sobald die Lieferung eintrifft, werden die betroffenen Schülerinnen und Schüler informiert.

Ebenso wurde von Seite der Schule alles in die Wege geleitet, um die digitalen Schulbücher zu erhalten. Hier müssen wir nur noch auf die Freischaltung des digitalen Bücherregals warten.

Wir möchten Sie daher weiterhin um Geduld bitten.

Die Schulleitung

Schüler erwandern 450 € für die Ukraine

Schüler erwandern 450 € für die Ukraine

Die Teilnehmer des Projekts „Wandern für die Ukraine“ unter der Leitung von Herrn Weber und Frau Hemmer haben durch eigene Spenden und die von Freunden und Familie 450 € für die Ukraine erwandert. Jeder Teilnehmer hat entweder einen Betrag pro gewandertem Kilometer oder einen Pauschalbetrag beigesteuert. Der Erlös wurde Frau Bogenschütz ausgehändigt, die das Geld für die Ukrainehilfe unserer Schuler weiter verwenden wird.

Bettina Hemmer

Schüler reinigen Kriegsgräber

Schüler reinigen Kriegsgräber

Die Schüler auf dem Scheiber Friedhof bei der Arbeit. Foto: Kreisstadt Neunkirchen/Jörg Mohr

18. Juli 2022, Landkreis Neunkirchen. Die Kreisstadt Neunkirchen hat das Gymnasium am Steinwald bei einer Reinigungsaktion der Kriegsgräber des Scheiber Friedhofes unterstützt. Die Aktion der Schülerinnen und Schüler fand im Rahmen der Projekttage statt, die in diesem Jahr unter dem Motto „Wir engagieren uns“ stehen.

Das Projekt von Oberstudienrat Albert Stoll beschäftigt sich mit Erinnerungskultur. 18 Jugendliche der Klassenstufen 7 bis 10 arbeiteten am Ehrenmal für die Kriegstoten und an den Soldatengräbern auf dem alten Hauptfriedhof in Neunkirchen. Zahlreiche Grabsteine wurden gereinigt und wieder auf Vordermann gebracht.

Die Bürgermeisterin der Kreisstadt Neunkirchen, Lisa Hensler, überzeugte sich vor Ort vom Engagement der Jugendlichen. „Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, insbesondere bei den Schülerinnen und Schülern. Erinnerungskultur muss man gerade unter jungen Menschen pflegen. Man erschreckt, wenn man an den Gräbern sieht, dass viele Menschen aufgrund des Krieges nicht älter als 18 oder 19 Jahre alt geworden sind. Trotzdem ist das eine ganz wichtige Aktion, gerade weil sie auf die Beteiligten prägend wirkt. Das ist ein tolles Projekt, das wir als Stadt gerne unterstützen. Nicht nur mit einer kleinen Stärkung nach getaner Arbeit“, sagte Bürgermeisterin Lisa Hensler.

Die Stadt hat einen 3000 Liter Wasserwagen, Hochdruckreiniger und ein Notstromaggregat zur Verfügung gestellt. Drei Mitarbeiter des Zentralen Betriebshof haben die Geräte technisch betreut. Zudem hat die Stadt auch Eimer und Bürsten gestellt. Einen Tag vor der Reinigungsaktion haben Mitarbeiter des ZBN die Steine vorbehandelt, damit der Schmutz sich ablösen lässt.

„Vergangenes soll für die Nachwelt nachhaltig in Erinnerung bleiben. Die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, die Zerstörung Dresdens oder das Ende des menschenverachtenden Zweiten Weltkriegs. 77 Jahre danach wird es immer schwieriger, eine nachhaltige Erinnerungskultur aufrecht zu erhalten. Dies liegt hautsächlich daran, dass die Zeitzeugen immer weniger werden und uns daher auch ihre Erlebnisse nicht mehr erzählen können. Dazu gehören auch in den Familien die (Ur-) Großeltern“, sagte Oberstudienrat Stoll. red./hr

(Ausgabe des „Wochenspiegel“, Landkreis Neunkirchen, 23.7.2022)

Digitalisierung macht vor Bienen nicht halt

Digitalisierung macht vor Bienen nicht halt

Im Herbst letzten Jahres hat der Bezirksverein Saar e.V. des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) seine Zusage erteilt, das Bienen-MINT-Projekt unserer Schule zu fördern. Wie es sich für eine Förderung durch den VDI gehört, sollte diese auch für Technik ausgegeben werden.

Jetzt könnte man denken: „Technik und Bienen, wie geht das zusammen?“

Alle Kinder des MINT-Projekts in Klassenstufe 5 haben selbst ein Insektenhotel zusammengebaut. Da das Schrauben von Hand für die Jüngsten an unserer Schule doch sehr mühsam ist, sind die 8 Akku-Schrauber, die wir durch die Förderung anschaffen konnten, ein Segen.

Die größte Anschaffung stellen aber zwei Bienenstockwaagen mit Wetterstation und Brutraumsensoren dar. Eine dritte Waage wurde uns für ein Jahr als freundliche Leihgabe der Firma Wolf-Waagen überlassen. Vielleicht finden sich noch Spender, so dass wir diese Juniorwaage im Wert von circa 500 Euro nächstes Frühjahr nicht zurückschicken müssen.

Aber was können unsere Bienenstockwaagen? Wozu sind sie gut?

Die Waagen messen das Gewicht des Bienenstocks, und dies alle 5 Minuten. Durch diese genauen und häufigen Messungen werden plötzliche, große Gewichtsverluste erkannt und dem Imker als Nachricht per SMS mitgeteilt, falls diese deutlich zu hoch ausfallen. So kann der Imker erkennen, ob ein Volk schwärmt. Diese Funktion hat für mich eine große Bedeutung. Durch die Lage unserer Schule im Grünen mit wenig direkten Nachbarn würde ein Schwarm höchstwahrscheinlich unentdeckt bleiben. Ein Bienenschwarm, der nicht eingefangen werden kann, bedeutet den Verlust einer teuren Zuchtkönigin und den Ausfall einer Honigernte bei einem Volk, da alle Flugbienen mit vollem Honigmagen und der Königin die Bienenbeute verlassen und eine neue Behausung suchen. Zurück bleiben circa die Hälfte der Arbeiterinnen zusammen mit einer verdeckelten Königinnenzelle. Bis die neue Königin schlüpft, dauert es meist noch eine Woche. Dann wiederum dauert es ungefähr eine Woche, bis die neue Königin außerhalb des Bienenstockes beim Hochzeitsflug von Drohnen begattet wird. Dieser Hochzeitsflug ist ein kritischer Moment, denn nicht alle Königinnen finden wieder in ihren Bienenstock zurück. Der Verlust liegt etwa bei 15 %. Zurück im Volk legt die frisch begattete Königin nach einer weiteren Woche Eier. Nach 21 Tagen schlüpfen aus diesen die ersten Arbeiterinnen der neuen Königin. Man erkennt nun, dass ein Schwarm einem Volk einen Entwicklungsrückstand von 4-6 Wochen einhandelt. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass spätestens im Juli die Trachtzeit der Bienen zu Ende geht, kann man nachvollziehen, dass ein Schwarm vom Imker nicht begrüßt wird. Das hört sich sehr wirtschaftlich an, aber das ist die Realität. Ein Bienenvolk verursacht im Laufe eines Bienenjahres eine Menge Kosten. Es müssen Futter, Mittelwände (Wachsplatten), Varroabehandlungsmittel, Rähmchen usw. eingekauft werden. Dies finanzieren wir durch die Einnahmen aus dem Honigverkauf, von dem wir mit einem Teil auch unser Ruanda-Projekt unterstützen. Unser finanzielles Polster ist durch die schlechte Honigernte im letzten Jahr geschmolzen, so dass ich über die Überwachung durch unsere Bienenstockwaage sehr froh bin. Lassen wir mal den wirtschaftlichen Aspekt eines verlorenen Bienenschwarms außen vor, würde ich dennoch versuchen, einen Schwarm einzufangen. Der Bienenschwarm hat in der freien Natur keine Chance zu überleben. Wenn Honigbienen nicht regelmäßig gegen den Schädling Varroa-Milbe behandelt werden, stirbt das ganze Volk.

Wir können über die Warnfunktion der Waage auch bemerken, wenn ein Bienenvolk gestohlen wird. Durch die Waage kann man über den Winter den Futterverbrauch kontrollieren und gegebenenfalls eingreifen. Parallel erfasst der Brutraumsensor die Temperatur im Brutraum, welche gerade im Winter anzeigt, ob es einem Bienenvolk gut geht. Über die Wetterstation werden Außentemperatur, Niederschlagsmenge, Windstärke und Richtung erfasst. Dreimal am Tag werden die Daten über das Mobilfunknetz auf den Server der Firma Wolf gesendet. Der Imker kann auf diese Daten über eine Übersichtsseite im Internet zurückgreifen oder sich die Daten in Form einer Excel-Tabelle runterladen.

Wir am Gymnasium am Steinwald können die erworbenen Daten vielseitig nutzen. Sie ermöglichen auch bei schlechtem oder kühlem Wetter einen Einblick in den Gesundheitszustand eines Bienenvolkes, ohne dieses zu öffnen. Die Bienen-MINT-Kinder lernen, die gewonnenen Daten zu lesen und zu interpretieren. Im MINT-Unterricht 6 können die Kinder mit Hilfe dieser real gewonnenen Messwerte den sinnvollen Umgang mit Daten, wie zum Beispiel die Möglichkeiten der grafischen Darstellung erlernen. Vielfältige Einsatzmöglichkeiten in den Fächern Mathematik, Informatik, Physik, Biologie und Geografie stehen uns nun offen.

Die Daten der sogenannten Masterwaage sind für jeden Interessierten über unsere Schul-Homepage einsehbar.

Der Vorsitzende des Bezirksvereins Saar des VDI, Herr Helmut Süsser, regte auch die Installation einer Kamera an den Bienenvölkern an. Ich bin sehr begeistert von der Idee. Das IT-Team unserer Schule hatte auch im November letzten Jahres seine Unterstützung bei dem Projekt zugesagt. Ohne diese würde es sich nicht realisieren lassen, da wir bei der Installation der Kamera auf die Mitarbeit des Landkreises angewiesen sind. Leider sind wir bisher keinen Schritt weitergekommen. Ich werde aber weiterhin keine Ruhe beim Landkreis geben und darauf drängen, dass das zugesagte Projekt „Kamera am Bienenvolk“ auch umgesetzt wird.

An dieser Stelle möchte ich nochmal explizit dem Bezirksverein Saar e.V. des VDI für die Finanzierung danken und meinem Imkerkollegen Andreas Hosse, ohne den die Installation der Waagen an den Bienenvölkern gar nicht möglich gewesen wäre. Das MINT-Bienenprojekt an unserer Schule wäre ohne diese personelle Unterstützung durch Andreas Hosse oder anderen Mitgliedern des Bienenzuchtvereins Ottweiler undenkbar. Ein herzliches Danke an alle ehrenamtlichen Helfer!

Bettina Hans

Fotos: Tanja Wolf

Sehen Sie weitere Artikel zum Thema:

Saarbrücker Zeitung vom 09.06.22

Ottweiler Zeitung, Ausgabe 25/2022

Siegerinnen „Junior.ING“ ausgezeichnet

Siegerinnen „Junior.ING“ ausgezeichnet

Herzlichen Glückwunsch an die Landessiegerinnen des Schüler:innenwettbewerbs „Junior. ING“ der Ingenieurskammer des Saarlandes, die an der @Universität des Saarlandes – Saarland University ausgezeichnet wurden. Insgesamt 107 Skisprungschanzenmodelle wurden eingereicht. ⛷️

Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot war Schirmherrin des Schüler:innenwettbewerbs und ist beeindruckt von den vielen kreativen und technisch hervorragend ausgeführten Modellen.

Wir gratulieren Sophie Lau mit ihrem Modell „Grauer Adler“, 8. Klasse des Gymnasiums Johanneum (Homburg) zum 1. Platz in der Kategorie I, Mia Siegel, Lucia Fassbender und Lotta Schwaiger mit „Starlit Skip“, 8. und 9. Klasse der Montessori Gemeinschaftsschule Saar zum 1. Platz in der Kategorie II, sowie Johanna Momber und Annika Diener mit „JoAn-Schanze“, 10. Klasse des Gymnasium am Steinwald Neunkirchen zum Sonderpreis für Gestaltung.

Foto: Dirk Guldner